Informationen über Gouda Käse
Warum heißt Gouda Käse eigentlich Gouda?
Gouda stammt normalerweise aus dem Ort "Gouda" in Holland. Da der Name "Gouda" nicht geschützt ist, wird auch Käse als "Gouda" bezeichnet wenn es nach den gleichen Herstellungsart produziert wurde.
Bereits seit mehr als 300 Jahren wird auf dem Markt in Gouda Käse verkauft, unter anderem bekannt von Abbildungen des weltberühmten Rathauses. Aus dem weiten Umkreis kamen die Käsebauern mit ihren Käsekarren am Donnerstagmorgen zum Markt. Auf dem nahe gelegenen Tiendeweg wurden die Pferde ausgespannt und die Karren wurden per Hand zum Markt geschoben. Dort bekam jeder Bauer vom Marktmeister einen Platz zugewiesen und der Handel konnte beginnen. Wenn ein Käsehändler zu einem Karren kam, entfernte der Bauer das Tuch vom Käse und begann, seine Ware anzupreisen und zu bieten. Wurde die Partie verkauft, dann wurde der Karren zur Käsewaage gebracht, wo der Käse gewogen wurde. Aufgrund des Waagebriefes konnte der Bauer mit dem Händler abrechnen. Meistens geschah das nach der Schließung des Marktes im Café.
Der traditionelle Käsemarkt in Gouda findet noch immer statt, und zwar jeden Donnerstagmorgen (ab der zweiten Juni-Hälfte bis Anfang September). Bauern und Händler verhandeln auch heute noch wie seit vielen Jahren: anpreisen und bieten. Die verkaufte Partie wird noch immer mit der Käsekarre zur Waage gebracht, wo sie gewogen wird. Die An- und Abfuhr, das Handeln und das Wiegen ist noch genau so spektakulär wie früher, und Sie können das alles aus nächster Nähe miterleben. Auch die typisch niederländischen Käsemädchen und Käsejungen sind mit dabei. Die Käsemädchen bieten den Besuchern regelmäßig Goudakäse-Stückchen an. Wenn Sie sich mit ihnen fotografieren lassen wollen: gern! Die Käsejungen sind derweil mit dem Auf- und Abladen der Käsekarren beschäftigt. Die Vorbereitungen fangen immer schon früh an, der Käsemarkt beginnt dann um 10.00 Uhr und um ca. 12.30 Uhr ist der letzte Käse verkauft und abtransportiert.
Während des Käsemarktes findet außerdem noch ein Handwerksmarkt statt, eine Präsentation von traditionellen und explizit Goudaer Handwerken und Produkten wie Töpferwaren, Pfeifen, Holzschuhen, Produkten von Bauern, Sirupwaffeln und natürlich Käse.
Geschichte
Gouda stammt ursprünglich aus den Regionen Stolwijk, Haastrecht und Krimpenerwaard im Süden der Niederlande. Seinen Namen verdankt er der Stadt Gouda, von deren Markt aus sich der Ruf dieses Käses in alle Welt verbreitet hat.
Die erste urkundliche Erwähnung des Gouda-Käses findet sich bereits 1184. Damit ist Gouda eine der ältesten schriftlich belegten Käsesorten, die bis in unsere Zeit hergestellt und gehandelt werden.
Herstellung
Beim Käsen von Gouda wird zunächst gekühlte Milch des Vorabends mit frischer Milch gemischt und auf rund 30 °C erwärmt. Nach der Zugabe von Lab und Milchsäurebakterien gerinnt die Milch innerhalb einer halben Stunde zur Dickete. Durch fortgesetztes Schneiden der Dickete zum Käsebruch mit Hilfe einer Käseharfe bei wiederholtem Abschöpfen der Molke wird dem Bruch Flüssigkeit entzogen, bis er die gewünschte Konsistenz erreicht hat. Danach wird er in typischerweise runde Formen gepresst und nach einer Ruhezeit in Lake gebadet. Danach lagert man ihn in kühlen Reifekellern einen Monat bis über drei Jahre bis zur gewünschten Reife. Je nach Dauer der Reifezeit unterscheidet man im Handel zwischen jungem (vier bis acht Wochen), mittelaltem (vier bis sechs Monate) und altem (ein Jahr bis überjährig) Gouda.
Es gibt im Handel ca. 50 Sorten Gouda.
(Auszug von Gouda.nl)
